Deep Heat Mining (DHM) in

Basel

 Bohrstandort Kleinhüningen

 Geothermie  
  Standort Bohrtum Wie funktioniert die Energiegewinnung


Das Projekt "Deep Heat Mining" hat das Ziel, eines der weltweit ersten geothermischen Heiz- Kraftwerke nach dem "Hot- Fractured- Rock- Verfahren" zu bauen. Das Prinzip des "Hot- Fractured- Rock- Verfahren" funktioniert auf folgende Weise:

Das in einer Tiefe von 5000 Metern vorhandene heisse Gestein wird als Durchlauferhitzer eingesetzt. Zuerst wird diese Tiefe mit Bohrungen erschlossen. Durch die Injektionsbohrung wird dann Wasser in das bestehende Kluftsystem hineingepresst, so dass die weit verzweigten Haarrisse aufgebrochen und die vorhandenen Klüfte erweitert werden. Das hineingepresste Wasser erwärmt sich auf dem Weg durch die Ritzen auf 200 Grad. Durch eine andere oder mehrere Bohrungen, sogenannte Produktionsbohrungen, wird anschliessend das im geothermischen Reservoir erhitzte Wasser an die Erdoberfläche zurückbefördert. An der Oberfläche wird dem erwärmten und unter Druck stehenden Wasser über einen Wärmeaustauscher Wärme entzogen. Dieser überträgt die Wärme zur Stromerzeugung auf einen Generatorkreislauf. Das Wasser, welches Wärme gespendet hat, wird nun an einen Sekundärkreislauf abgegeben. Die niedrig- siedende Flüssigkeit kann eine weitere Dampfturbine antreiben, und überträgt mit Hilfe eines weiteren Wärmetauscher die Restwärme an das Fernwärmenetz. Das abgekühlte Wasser wird schliesslich in einem geschlossenen Kreislauf durch die Injektionsbohrung ins heisse Gestein zurückgeführt und erwärmt sich von Neuem.

 
    Die Ergebnisse der Forschungsbohrungen sind positiv ausgefallen

In den Jahren 1994- 1997 konnte das Team des Europäischen "Hot- Dry- -Rock" Forschungsprojekts in Soultz- sous- Forets wichtige Fortschritte erzielen. Soultz- sous- Forets, gelegen im französischen Teil des Oberrheingrabens, wurde als Standort dieses Vorhabens ausgesucht, weil es im Zentrum der Wärmeanomalie in Mitteleuropa liegt. Somit konnte man die Arbeiten in relativ geringer Tiefe von ungefähr 3000- 4000 Metern durchführen. Zwei Tiefenbohrungen und über vier weitere Bohrungen wurden im Versuchsfeld vorgenommen. Da schon 1993 und 1994 erfolgreiche hydraulische Injektions- und Produktionsversuche durchgeführt wurden, war man erfahren genug und konnte die beiden Tiefenbohrungen sicher in den Boden einbauen. In beiden Tiefbohrungen konnten zwei ausgedehnte Risssysteme erzeugt werden. Die weiteren Bohrungen dienen als Lauschwerkzeuge. Sie können Wasserbewegungen im Untergrund verfolgen. Die Zirkulationstests von 1996 und 1997 bewiesen die grundsätzliche Tauglichkeit des Systems, und die Grundlagenforschung konnte als abgeschlossen betrachtet werden. Die Anstrengungen in Soultz- sous- Forets haben gezeigt, dass das unterirdische Zirkulationssystem unter kalkulierten Bedingungen kontrolliert werden kann.
Bohrtum   
  Fischerhaus

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